Solaria

Solaria ist eine Welt, die in erster Linie durch zwei Mysterien geprägt wird.
Das bei weitem auffälligere ist der Ozean, der einen Großteil des Planeten bedeckt. Erst nach längerem Aufenthalt wird man vermutlich auch auf die "Bewohner" des Planeten stoßen. Ein fast vergessenes Volk, daß sich auf Solaria eine neue Heimat gesucht hat.
Dies erscheint seltsam, ist es doch sehr unwahrscheinlich einen Planeten in einem Doppelsternsystem zu besiedeln.

Geschichte

Entdeckt wurde Solaria ca. 3970. So kurz vor dem Fall der Republik wurde das System aber nur ein einziges Mal Ziel einer größeren Expedition. Keines der Schiffe kehrte je zurück.
In den Wirren zu Beginn des 5. Jahrtausends gingen die Koordinaten nach Solaria leider fast alle verloren, nur ein wenige blieben noch über die Inneren Welten verstreut erhalten.
Mit dem Fall der Republik fiel auch einiges anderes. Unter anderem die rechtliche Sicherung eines Volkes im Volk - den Anima. Diese wurden diskriminiert und von der Gesellschaft nicht akkzeptiert.Bis auf wenige Ausnahmen wurden sie von allen Menschen stigmatisiert und als den Menschen nicht ebenbürtig betrachtet. So konnten sie zwar vereinzelt ein isoliertes ruhiges Leben führen, in den meisten Fällen jedoch wurden sie von der Gesellschaft mit den Füssen getreten.
Unter diesen war nun eine Gruppe, die ihrem Schicksal entfliehen wollte. Zusammen mit einem ihrer Schöpfer (Prof. Groß), einer Handvoll "normaler" Menschen und einem der Schlüssel nach Solaria flohen sie aus denInneren Welten und kamen in das System. Dort angekommen verloren sie beinahe sofort jegliche Hoffnung, verhießen die zwei Sterne doch wenig Aufsicht auf einen bewohnbaren Planeten. Doch nach einer längeren Untersuchung der Planeten stellte sich heraus, daß ein überwiegend ozeanischer Planet die notwendigen Vorraussetzungen erfüllte, um ohne großen Aufwand besiedelt zu werden.
Dennoch stellte ihnen Solaria IV den Ankömmlingen einige Rätsel. Das Nichtvorhandensein von Wolken war wohl das augenscheinlichste. Weniger offensichtlich war das ungewöhnliche Magnetfeld, das ihrer Meinung nach dafür mitverantwortlich war, daß der Planet dennoch besiedelbar war.
Auf dem Planeten gelandet, fanden sie eine Umgebung vor, die sämtlichen Vorstellungen wiedersprach. Der Ozean war nicht aus Wasser (was wohl auch das Nichtvorhandensein der Wolken erklärt). Statt dessen war der Ozean aus einer Art Plasma und auf seine Art intelligent.
Wasser fand sich nur in kleinen Bächen und Flüßchen, die aus Quellen in den Bergen entsprangen und weiter unten in Geröllflächen wieder verschwanden.
Tapfer siedelten die Flüchtlinge nun am Fuße eines Berges auf dem Kontinent "Kermondt". Prof. Groß bezog als Anführer der Schar ein Höhlensystem im Gebirge, die übrigen siedelten tiefer. Dort entstand die größte Siedlung.
Sehr bald stellte sich heraus, daß die Umwelt den Menschen nicht bekam, die Anima von irgendwelchen Leiden jedoch verschont blieben. Bald waren fast alle Menschen gestorben. Einzig Prof. Groß war gesund geblieben. Seine Mitbewohner führten dies auf genetische Experimente zurück, die er auch an seinem Erbgut vorgenommen hatte.
Etwa 40 Jahre später fand Prof. Groß etwas in den Höhlen. Was das war, darüber kann man nur spekulieren. Es veränderte auf jeden Fall ganz entschieden sein Wesen. Die Befehle, die er fortan gab (er war sehr schnell der Anführer geworden) waren widersprüchlich und er wurde immer schizophrener.
Unter den Anima führte dies zu einer Spaltung. Ungefähr die Hälfte von ihnen rebellierte gegen die Wandlung in ihrem Anführer Groß und zog in eine andere Region des Kontinents. Die andere Hälfte blieb bei Groß.
Was auch immer es war, das Groß fand (oder tat?), er lebt noch immer. Die Anima unter seiner Führung sind nun auch besessen und führen einen ewigen Krieg mit denen, die einst auszogen.
Es war im Jahre 4998, als der Sprungschlüssel wiedergefunden wurde. Nun ist es in der Hand der Finder, zu prüfen, ob er noch funktioniert, und was sich hinter dem Tor befindet.

Bevölkerung

Die Anima sind im Grundregelwerk beschrieben. Durch die lange Zeit der Isolation haben sie sich natürlich auch weiterentwickelt.
Sie sind aufgeteilt ein zwei Gruppen: die Offenders und die Defenders. Während die Defenders nach wie vor Groß die Treue geschworen haben, bekämpfen die Offenders sie.
Groß selbst hat Dinge in den Höhlen gefunden, die Inquisitoren erbleichen lassen würden (und danach den Flammenwerfer anschmeißen...). Er ist total besessen von einer Wesenheit des 7. Qlippoth. Anfangs kämpfte er noch dagegen an. Inzwischen ist von seinem ursprünglichen Ich nichts mehr übrig. Auch sein Körper ist eigentlich nur noch eine leere Hülle beseelt von einem Dämon. Zugang zu unserer Welt erhielt er durch Groß Fund. Anfänglich wollte Groß ja auch Nutzen schlagen aus dem Fund (und aus dem, was daraus zu ihm sprach). Jetzt kann Solaria nur noch geholfen werden, wenn die dämonische Wesenheit wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehrt.

Der Ozean

Der Ozean auf Solaria ist ein gigantisches Lebewesen. Er besitzt eine Intelligenz, die für Menschen (und alle anderen denkenden Wesen) absolut fremd ist. Kontaktaufnahmen mit ihm sind bisher nicht geglückt, auch wenn es bereits derartige Versuche von beiden Seiten gegeben hat.
Der Ozean ist in der Lage die Materie in seiner Umgebung nach seinem Willen zu formen. Das Plasma selbst kann sich - so es das denn will - mit hoher Geschwindigkeit bewegen (Schallgeschwindigkeit). Vor Menschen, die sich auf den Ozean zu bewegen zieht sich die Materie zurück. Gegenstände, die in den Ozean geworfen werden, werden evtl. reproduziert und wieder ausgespuckt (allerdings funktionsuntüchtig, keine Reproduktionsquelle für Fusionszellen :-)
Das gigantischste Schauspiel sind die Plasmatürme, die sich von Zeit zu Zeit auftürmen. Mit einer Höhe von etlichen Kilometern widersprechen sie jeglicher Statik. Grob unterschieden werden können zwei Arten von Türmen: Türme, die in sich eine Symmetrie und Systematik besitzen, daß es jedem Mathematiker das Herz hüpfen läßt, und solche, die sich Symmetrie und System so gänzlich verwehren, daß auch dies wunderschön anzuschauen ist.
Sicher bietet der Ozean auch noch viel mehr, doch hatte man noch kaum Möglichkeiten, sein Verhalten zu studieren.
Mehr Informationen (und das ganze auch kreativer und elgeanter beschrieben) über den Ozean finden sich im Buch "Solaris" von Stanislaw Lem, von dem ich diese Idee schamlos geklaut habe, weil sie einfach so genial ist.

aktuelle Kampagne: Reiter aus Gizeh; hat das frühere FSioW abgelöst, weil letzteres wohl so bald nict verwirklicht werden kann.